„Die Zahl ist das Wesen aller Dinge“

– ein historisches Musikprojekt

Mathematik und Musik als Kehrseiten der gleichen Medaille? Als eine Wissenschaft im Zusammenspiel mit der Astronomie? als Welterklärungsmodell?

Und überhaupt die Sinnsuche nach den Beziehungen zwischen Klang und Raum.?

Im Zentrum der Untersuchung: Pythagoras.

Wenn überhaupt, dann kommt er über Mathematikschulbücher in die Erfahrungswelt heutiger Schüler und verkürzt sich auf die Formel a2+b2=c2 Und spaltet prägend die Emotionen – entweder man verzweifelt oder man versteht es aber vergisst es dann auch wieder.

Unumstritten ist, das sich mit dem Namen Phytagoras auch eine Geistesbewegung verbindet. Und je nach Leseweise streitet sich die Wissenschaft, ob Pythagoras eher ein Philosoph und Forscher war – oder ein religiöser Führer, der seine Jünger wie in einer Sekte um sich scharte.

Und doch bestätigen bis in die heutige digitale Welt die Erkenntnisse aus seinen Forschungen von schwingenden und damit auch tönenden Systemen, dass alles nach mathematischen Gesetzen harmonisch geordnet sei und die sich zudem mathematisch beschreiben lassen.

Gefunden wurden diese u.a. mit Hilfe einer Musiksaite auf einem Monochord.

Und in Wikipedia klingt das zusammengefasst so:

Als Sphärenharmonie oder Sphärenmusik (nach altgriechisch σφαῖρα sphaíra „Kugel“) bezeichnet man die aus der griechischen Antike stammende Vorstellung, dass bei den Bewegungen der Himmelskörper und der sie tragenden durchsichtigen Kugeln (Sphären) Töne entstehen, deren Höhe von ihren Abständen und Geschwindigkeiten abhängt. Die Töne ergeben einen harmonischen Zusammenklang (griechisch symphōnía), der jedoch für die Menschen normalerweise nicht hörbar ist. Diese Idee stammt von Pythagoras von Samos oder seinen Anhängern, den Pythagoreern, und bildet ein wesentliches Element der pythagoreischen Kosmologie. Dahinter stand die Überzeugung, dass der Kosmos eine durch mathematische Proportionen optimal geordnete Ganzheit sei und dass sich daher in der Astronomie dieselben Gesetzmäßigkeiten zeigen wie in der Musik. In übertragenem Sinn wird der Begriff „Sphärenmusik“ heute auch für die Übertragung von Proportionen aus der Astrophysik in musikalische Beziehungen verwendet.

Und das wollen wir erforschen.

Mit physikalischen Experimenten an langen Saiten,
mit dem Bau von Monochorden und Langsaitenwindharfen;
mit computergenerierten phytagoreischen Klängen

Wir experimentieren mit Klangfeldern.
Wir erkunden auf unserer Zeitreise die Idee der alten sphärischen Welten und ihrer Götter.

Aus unseren Erfahrungen entwickeln wir eine musikalische Klangaktion, eine bespielbare Musikinstallation aus 12 Monochorden in einem Raum.

Physik, Musik, Mathematik, Holz- und Elektrowerkstatt arbeiten in diesem Projekt Hand in Hand.

Die Instrumente werden berechnet, vermessen und selbst gebaut.

Mit Hilfe von Elektronik werden die Instrumente mechanisch gespielt oder elektromagnetisch angesteuert und in hörbare Schwingung versetzt.

In unserem musikalischen Profil der 6. und 8. Klassen ist das Projekt im Unterricht angesiedelt.

Darüberhinaus bieten wir in der 1. Projektphase ab April Instrumentenbaukurse und deren „Elektronisierung“ in Kursen über unsere Werkstätten an.

Mit dem selbstentwickelten Instrumentarium werden wir im Rahmen vom Musikunterricht ab August experimentieren und musikalische Strategien entwickeln.

In 2 Projektwochen bereiten wir uns intensiv auf die Präsentation einer bespielbaren Installation vor.

Uns begleiten zwei Spezialisten aus dem Bereich Musikelektronik (Instrumentenkonzeption) und Literatur (Dramaturgie und Dokumentation).


Das Video zum E-bow Bau

Als erster Meilenstein entsteht eine bespielbare mobile Installation, präsentiert zum Ende des 1. Schulhalbjahrs 2020/21.

Insgesamt sind schulische Kräfte in diesem Projekt mit 8-10 Wochenstunden eingebunden.

In den Projektphasen werden die Kolleg*innen von
Ralf Schreiber (Artist Musikelektronik)
und
Manfred Theisen (Autor mediales Schreiben)
begleitet.

Die Projektleitung liegt in der Hand von Jens Carstensen (Musiklehrer)

Arbeitsquellen:

Arbeitsquellen:

Tetraktys
Sphärenharmonie

treffpunkt-philosophie.de/pythagoras
dibb.de/pythagoras-geometrie
whoswho.de/bio/pythagoras
www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/mathematik-abitur/artikel/pythagoras-von-samos

Monochord

Guido von Arezzo

gefördert durch „Kulturelle Bildung Bremerhaven

Kultur erleben klein

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